Hochschule und Wissenschaft

Eine leistungsstarke, lebendige und vielfältige Hochschullandschaft zeichnet unser Land aus. Mit ihren vielfältigen Studienangeboten und ihrer Nähe zur Praxis genießt sie international Anerkennung. Die Zufriedenheit mit unserer Hochschullandschaft zeigt sich auch an den hohen Studierendenzahlen. Fast 360.000 Menschen in Baden-Württemberg befinden sich in einem Studium.

Darüber hinaus sind sie ein Motor für Wirtschaft und Gesellschaft. Ich sehe das in meinem Wahlkreis: Die 33.000 Studierenden bereichern unsere Stadt und bringen kulturell frischen Wind. Die Universität Freiburg und die stetig wachsende Universitätsklinik, dazu die Pädagogische Hochschule, die Hochschule für Musik, die Katholische sowie die Evangelische Hochschule, aber auch die Frauenhofer-Institute sind wichtige Arbeitgeber in meinem Wahlkreis. Für die regionale Wirtschaft sind sie eine Bereicherung.

Als Landtagsabgeordnete arbeite ich täglich daran, die Studien- und Arbeitsbedingungen an den Hochschulen zu verbessern. Drei Themen liegen mir dabei besonders am Herzen:

Bildungsgerechtigkeit verwirklichen

Aufstieg durch Bildung für alle – das ist das Versprechen meiner Partei. Denn es darf nicht vom Bildungsstand oder dem Geldbeutel der Eltern abhängen, ob sich junge Menschen für ein Studium entscheiden. Das haben wir in der letzten Legislaturperiode bewiesen. Gleich zu Beginn unserer Regierungszeit haben wir die Studiengebühren abgeschafft. Wir wollen auch weitere Zugangshürden abbauen, damit Menschen in ihren individuellen Lebenslagen ihre Leistung und Potentiale unter Beweis stellen können. Das gilt für Studierende mit Kind, beeinträchtigte und/oder chronisch kranke Menschen, ausländische Studierende, aber auch für Studierende ohne Abitur oder mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung. Um die Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf zu verbessern, möchten wir spezielle Teilzeitstudienangebote und individuelle Studienmöglichkeiten wie E-Learning ausbauen.

Demokratische Hochschule

„Mehr Demokratie wagen“ – unter dieses Motto hat Willy Brandt seine Regierungserklärung 1969 gestellt. Ein Motto, dem ich mich als Sozialdemokratin verpflichtet fühle. Denn es wirbt für ein aktives Engagement der Bürgerinnen und Bürger in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Das gilt auch für die akademischen Bildungszentren in unserem Land. Wir setzen uns für eine demokratische Hochschule ein, in der Studierende nicht nur passive Wissensempfänger sind, sondern sich aktiv in den Universitätsbetrieb einbringen. In unserer Regierungszeit haben wir dafür die Voraussetzungen geschaffen: So haben wir die Verfasste Studierendenschaft wieder eingeführt. Nach 35 Jahren Abwesenheit besitzen die Studierenden nun wieder eine Interessenvertretung, die sich in sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belangen für die Studierenden einsetzt.

Meine Fraktion wird sich auch weiterhin für eine demokratische Hochschule stark machen. So möchten wir, dass die Belange der Student*innen, der Promovierenden, der wissenschaftlichen und der nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter in den Hochschulsenaten stärker berücksichtigt werden. Den Studierenden wollen wir bei ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Hochschulpolitik unter die Arme greifen.

Gute Arbeit in der Wissenschaft

Als Landeseinrichtungen haben die Hochschulen als Arbeitgeber Vorbildfunktion gegenüber privaten Unternehmen. Das muss sich auch in den Arbeitsbedingungen wiederspiegeln. Unser Ziel ist es daher, die Anzahl der befristeten Beschäftigungsverhältnisse im wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Bereich deutlich zu reduzieren. In unserer Regierungszeit sind wir da einen großen Schritt weitergekommen. Die Grundfinanzierung der Hochschulen haben wir um drei Prozent pro Jahr erhöht und damit die Voraussetzungen für mehr Entfristungen und Dauerstellen geschaffen. Darüber hinaus dürfen Arbeitsverträge mit einer Laufzeit von unter zwei Jahren nur noch in begründeten Ausnahmefällen geschlossen werden.

Für gute Beschäftigungsbedingungen werden wir uns auch weiterhin einsetzen. So nehmen wir die Arbeitsbedingungen von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften in den Blick. Den akademischen Mittelbau möchten wir durch attraktive Personalkategorien unterhalb der Professur stärken. Juniorprofessuren mit Tenure Track möchten wir weiter ausbauen und auf Habilitierte und Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter erweitern.

Der Landesregierung auf die Finger schauen

In unserer Regierungszeit haben wir die Hochschullandschaft in Baden-Württemberg ein großes Stück sozialer und gerechter gemacht. Das ist eine Leistung, auf die meine Fraktion und ich stolz sein können. Als hochschulpolitische Sprecherin meiner Fraktion ist es mir daher wichtig, diese Errungenschaften gegenüber der derzeitigen Landesregierung zu verteidigen – sei es bei den Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer, dem politischen Mandat der Studierendenvertretung, der Finanzierung der DHBW oder in der Debatte um ein landesweites Semesterticket, wie auch die finanzielle Unterstützung der Studierendenwerke für ihre wichtige Arbeit und für ein vielfältiges Angebot für Studierende.

 
 

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